Der iPhone Hype - was kann das Telefon wirklich?

City- & Szenenews

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12.11.2007



Schick ist es ja, das neue iPhone. Eine glänzende Oberfläche und ein schönes Design machen es auf jeden Fall zu einem stylischen Begleiter im Multimedia-Dschungel. Doch reicht allein das Aussehen als Grund aus, diese doch recht teure Anschaffung zu tätigen?

In den letzten Monaten seit dem Verkaufsstart des iPhones in den USA ging ein medialer Hype durch die Welt, wie man es sonst nur bei Veröffentlichung von neuen Spielkonsolen kennt. Doch diesmal richtet sich die Werbung nicht an fanatische Zocker, die ihre Lieblingsspiele noch realitätsnäher, noch höher aufgelöst erleben möchten, sondern an alle Handybenutzer dieser Welt. Es geht hier also nicht nur um die Liebhaber, denen kein Preis zu teuer ist, sondern um Menschen, für die ein Telefon vor Allem eine Funktion erfüllen muss - es muss alltagstauglich sein. Damit steigt Apple in einen für den Konzern völlig neuen Markt ein - ein Markt, der sich ständig weiterentwickelt und bereits von anderen Firmen dominiert wird.

Zur Veröffentlichung des iPhones im Januar dieses Jahres versprach Apple-Chef Steve Jobs noch, dass das iPhone seiner Zeit 5 Jahre voraus sein wird. Seine Anhänger hörten den Ruf ihres Propheten und warteten stundenlang vor den Geschäften, als das Telefon das erste Mal über den amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T verkauft wurde.

Seit letzten Freitag ist das iPhone nun auch in Deutschland zu haben. Bereits 10 000 Geräte wurden am ersten Tag verkauft. Hier sicherte sich T-Mobile die Verkaufsrechte an dem Gerät. Genauso wie in den USA verfügt das iPhone in Deutschland über ein SIM-Lock - ist also nur mit dem Vertrag von T-Mobile zu nutzen. T-Mobile bietet das Handy in Verbindung mit 3 Tarifen an, der Preiswerteste startet bei 49,90 € monatlich. Das ist trotz Inklusiv-Minuten und -SMS viel, denn das Telefon kommt mit allein 399 € bereits teuer zu stehen.

Die lange Verzögerung im Verkauf auf dem europäischen Markt gab anderen Unternehmen die Chance, ihre eigenen Geräte aufzurüsten. Machte Steve Jobs im Januar noch Witze über andere Handyhersteller, sieht die Lage 10 Monate später ganz anders aus. Nokia rüstete sein N95 Handy mit 5 Megapixel-Kamera auf und präsentiert es nun - ebenfalls schwarz - mit neuem Speichervolumen und vielen anderen Extras. Auch LG und Samsung zogen nach.

Da scheint das iPhone kaum noch eine Chance zu haben, im Vergleich schneidet es eher schlecht ab. Das Handy besitzt keine MMS-Funktion und auch herkömmliche UMTS-Dienste sind nicht nutzbar. Im Gegensatz zu den Konkurrenten besitzt es lediglich eine 2 Megapixel Kamera und auch der Touchscreen ist nicht für jeden was. Große Pluspunkte sind natürlich die bisher einzigartige Menüführung und Bedienung, sowie der integrierte Web-Browser, doch es bleibt abzuwarten ob allein das reicht, um aus dem iPhone einen Verkaufsrenner zu machen.

Am Besten sollte man sich erst einmal zurücklehnen und beobachten, was in den nächsten Monaten auf den Markt kommt, bevor man so eine große Investition tätigt. Und alle, die nicht von dem Gedanken loslassen können, sich ein iPhone zuzulegen, sollten den Verkaufsstart in Frankreich (29. November) abwarten, denn dort muss das Telefon, aufgrund französischer Gesetze, zusätzlich auch ohne SIM-Lock angeboten werden.
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