Fast elf Stunden ohne Steckdose

Technik

Technik
Mehr Akkulaufzeit: AMDs Fusion gegen Intel-Chip (Foto: amd.com)
17.06.2011

Während bei Desktop-PCs einzig immer mehr Leistung zählt, setzen die Chiphersteller bei Notebooks zunehmend auf geringen Stromverbrauch, um die Akkulaufzeiten zu verlängern. Mit der "Fusion A-Series" versucht AMD nun eine neue Runde in diesem Konkurrenzkampf einzuläuten.

Der Chipkonzern AMD hat am vergangenen Dienstag offiziell die Verfügbarkeit der "Fusion A-Series" für Notebooks und Desktops bekannt gegeben. Die neuen Accelerated Processign Units (APUs) mit bis zu vier CPU-Kernen und integrierter Grafik versprechen hohe Leistung bei geringem Verbrauch. Bei Mainstream-Laptops sollen die unter dem Namen "Llano" entwickelten Chips 10,5 Stunden Akkulaufzeit ermöglichen. Damit fordert der Hersteller Intels Core-i-Prozessoren mit "Sandy Bridge"-Architektur heraus. Erste PCs mit A-Series-APUs sind bereits erschienen, bis Ende des Quartals sollen es insgesamt 150 Modelle sein.

Akku-Kampfansage

Im Wettbewerb gegen Intels aktuelle Prozessoren, die ebenfalls CPU- und GPU-Kerne in einem Chip verbinden, setzt AMD auf geringeren Stromverbrauch. "Die Akkulaufzeit der AMD A-Series APU ist ein großer Schritt vorwärts und wird viele End- und Unternehmenskunden überraschen", so Chris Cloran, VP und General Manager AMD Client Division. Denn im Leerlauf kommt ein hauseigenes Testsystem auf Tablet-ähnliche 10,5 Stunden Akkulaufzeit. Selbst bei Blu-ray-Wiedergabe reicht eine Ladung demnach für 200 Minuten Betrieb und somit immerhin zwei komplette Spielfilme.

Die Akkulaufzeit-Kampfansage an Intels Sandy Bridge hatte der Konzern bereits in der Vorwoche in seinem Fusion-Blog mit einem direkten Vergleichstest untermauert. Dabei brachte es ein Rechner mit AMDs Quad-Core-Chip A8-3500M sogar auf über elf Stunden Leerlauf mit einer Batterieladung, während ein System mit Intels Dual-Core-Prozessor i3-2310M nur knapp neun Stunden durchgehalten hat. Allerdings ist anzumerken, dass der getestete Core i3 mit 2,1 Gigahertz eine deutlich höhere Taktung nutzt als der A8-3500M mit 1,5 GHz.

Leistungsanspruch

Freilich soll AMS A-Series auch durch ihre Leistung punkten. So unterstützen die Chips DirectX 11 und je nach Modell sind bis zu 400 Shader-Einheiten direkt verbaut, um hochwertige Grafik zu bieten. Zudem hat AMD eine Technologie namens "Steady Video" integriert, die bei verwackelten Videoaufnahmen für eine ruhigere, flüssigere Wiedergabe sorgt. Für den schnellen Transfer von HD- und anderen Inhalten zu und von anderen Geräten und Peripherie unterstützt die A-Series unter anderem HDMI 1.4a, DisplayPort 1.1 und USB 3.0.

Für AMD ist die A-Series somit eine vielseitige, leistungsfähige Plattform, die auch den Anforderungen des 3D-Trends gerecht wird oder neue Interface-Ansätze wie Gestensteuerung problemlos unterstützen kann. Die Notebook-Prozessoren bieten laut Konzern eine Rechenleistung von bis zu 400 Gigaflops, die Desktop-Varianten sogar bis zu 500 Gigaflops. Zum Vergleich: 1996 hat sich die Rechenleistung der weltweit stärksten Supercomputer in dieser Größenordnung bewegt.

(pte/pb)

5
Kommentare insgesamt

Da V.
18.06.2011 12:59
Gast
werbung

  ?.
18.06.2011 22:06
Gast
muss ich haben -.-

Toby G.
19.06.2011 17:55
Gast
wow

LBCCaleb
21.06.2011 23:35
reg. Mitglied
würd ich mir schon allein aus dem grund nicht kaufen, dass das werbung von nem hersteller ist, die nur abkupfern können, aber auf keinen fall eigene technolgien entwickeln...

irgendwo müssen die ja versuchen, den eigentlich schon seit jahren verlorenen kampf wieder ein wenig an die front zu rücken

aber nein, lieber nicht^^

Da V.
21.06.2011 23:51
Gast
wer kupfert bei wem ab
Hinweis-Icon
Bitte melde dich an, um Kommentare hinzuzufügen.
weitere Nachrichten aus der Kategorie „Technik“:
Atari, fast schon vergessene Games-Legende, meldet sich zurück. Allein in diesem Jahr sollen zwischen zehn und 15 neue Titel erscheinen. » mehr lesen
Die Stiftung Museum Autovision präsentiert den Nachbau eines Gefährts, das älter ist als der erste Motorwagen und schon damals mit E-Antrieb bewegt wurde. » mehr lesen